Einfach raus, in die Stadt, in den Spaß!

Hat man nun schon mal das Glück, sich in einer Stadt voller Möglichkeiten zu befinden, sollte man diese auch nutzen!  Das heißt, immer darauf zu achten, was einem die Plakate, die „affiches“ in den Metros und Straßen verraten! Vielleicht ist nicht alles was man sieht interessant, doch man kann auf viele gute und vorallem kostengünstige bis kostenlose Veranstaltungen stoßen, wenn man nur die Augen aufmacht:) Und selbst, wenn man gerade mal nicht weiss, was man mit dem Abend anfangen kann, einfach raus und Spaß haben! In dieser Stadt lässt sich immer etwas finden, eine kleine Bar, ein Club, ein Festival oder Konzert! Wie hier, vor dem „L’Hôtel de Ville“, eine Veranstaltung zur deutsch-französischen Freundschaft, die sogar die Miniaturausgabe eines Brandenburger Tors präsentierte 🙂

Vorher, noch bei Licht und so wie immer und…


 

 

 

 

 

…nachher mit Videoprojektion!!!

 

 

 

 

Ein Berliner DJ der sehr tanzbare Elektromusik machte- nicht nur für Berliner:)

 

 

 

 

 

Spass macht es auch, wenn einfach mal eine Bühne an Bastille aufgebaut wird, denn was hilft am besten gegen Diskriminierung? GENAU! Musik und Tanz!

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„Paris, Paris, ville des folies“ – noch immer?

Nach einiger Zeit können manche Dinge ja schon mal langweilig werden. Sei es der neue Nintendo DS, den man nach 2 Tagen in eine Schublade räumt und dann nach Jahren einfach verschenkt (Ja, ich hatte tatsächlich einen rosanen Nintendo, mit 18 habe ich mir diesen, in meiner Kindheit immer verbotenen Traum verwirklicht, aber mal ehrlich, WIE LANGWEILIG IST DAS DENN?! Kein Wunder, dass meine Eltern dafür kein Geld ausgegeben haben:D), sei es der neue Mixer, bei dem es einfach viel zu aufwendig ist ihn jedes Mal vor Benutzung aus dem Schrank kramen zu müssen und der deswegen einfach sein ganzes Leben genau da bleibt. Oder sei es eine Stadt, in die man voller Erwartung und Aufregung zieht – und dann ist alles nach 2 Monaten Routine…Naja, die ersten beiden Beispiele mögen stimmen, aber Paris, ROUTINE? Ha! Immer gibt es etwas Überraschendes! Weiterlesen

Töne aus dem Untergrund (Eine Quasie-Fortsetzung was „Chatelet“ alles kann! )

Hat man kein Geld zum Ausgehen, aber eventuell noch ein Metroticket, nimmt man einfach eine Linie die „Chatelet“ kreuzt und steigt dann aus. Wieso? Naja, es stinkt zwar, aber tut es das nicht auch in einer Bar oder Disko zu später Stunde? Das schöne an „Chatelet“  ist nämlich, dass es eine Station voller Musik ist. Manchmal sehe ich auf meinem Weg von M14 zu M7 fünf verschiedene Straßenmusiker,naja gut, drei. Aber auch das ist schon viel, denn auf jedem Schritt meines Weges habe ich Musik im Ohr. Vom Solo-Gitarrist über jazziges Kontrabasstrio bis hin zu Streichquintetten und Panflötenspielern kann man alles erwarten. Und (fast) jedes Mal hat man Lust zu tanzen, oder wenigestens ein bisschen stehen zu bleiben und mit zu wippen (womit wir neben walken und joggen in der Metro, jetzt auch tanzen als Metro-Sportart hinzufügen könnten). Weiterlesen

Docteur Biskuit de Ronan Badel

Le Docteur Biskuit est un chat, un docteur „professionnel“ qui s’occupe de chiens. Il n’a pas du tout peur de ses patients et il en a beaucoup ! A cause du secret professionnel nous tairons le nom de ses patients. Nous rendrons seulement publique ce qu’il leurs fait mal et comment le docteur les traite.

Patient N° 1 a un grand problème, après sa dernière visite chez le docteur Biskuit il ne peut plus rentrer sa langue dans sa bouche. Mais, parce-que le docteur est un bon medecin, il a toujours quelques pansements dans ses tiroirs. Et hoppla, la bouche est fermée, la langue est rentrée.

Après son premier patient, le docteur Biskuit en a neuf qui suivent, et il les traite tous avec le même savoir faire et (bien sur) toujours de manière très „professionnelle“. Aussi, on peut se demander si le docteur Biskuit est un vrai docteur ? Retrouvez la réponse dans ce livre charmant et extrêmement drôle, mais s’il vous plaît, après avoir lu cette histoire, n’essayez pas de soigner des malades ! 😉

ISBN 9782844552136, Edition Elan Vert, € 12,20

Gute Geister von Kathryn Stockett

Man stelle sich vor, man kümmert sich um ein Kind, Tag für Tag und eigentlich viel liebevoller als seine wirkliche Mutter. Man erzieht es, man erklärt was Richtig und was Falsch ist, man liebt es. Ausserdem, schmeisst man „nebenbei“ den ganzen Haushalt, kocht, putzt, wäscht, poliert Silber und serviert. Natürlich wird man dafür bezahlt, nicht besonders gut aber was wirklich bleibt, ist nicht das Geld, sondern die Eindrücke die man mitnimmt, die guten und schlechten Momente, die Liebe, der Ärger, ja manchmal sogar der Hass und die Angst und die Erniedrigung auf das Klo in der Garage gehen zu müssen, denn auf dem Hausklo könnte man ja Krankheiten verbreiten. Und wenn man dann geht, vielelicht zu einer anderen Familie, ist klar, die Kinder, um die man sich einst liebevoll kümmerte werden in wenigen Jahren schon das Selbe denken wie ihre Eltern und zwar, dass Schwarze dreckig sind und voller Keime, aber gut genug um für Weisse für wenig Geld und ohne Rechte zu arbeiten.

Darum geht es in Kathryn Stocketts Buch. Sie erzählt die Geschichte schwarzer Dienstmädchen in Jackson, einer kleinen Stadt im erzkonservativen Mississippi in den 60er Jahren. Geschichten die sich in vielen Weisen gleichen und doch so verschieden sind. Ihre Hauptcharaktere sind Miss Skeeter, die junger Tochter eines Baumwollplantagenbesitzers und Aibileen, das Dienstmädchen einer ihrer besten Freundinnen, Miss Hilly. Skeeter war schon immer etwas exzentrisch, denn statt sich einen Mann zu suchen und Kinder zu bekommen (was laut Ihrer Mutter ein Wunder wäre, bei ihren Haaren und ihrer schlaksiegen Figur) geht sie aufs College, studiert dort und möchte danach arbeiten und für sich selbst sorgen. Als sie vom College vorerst wieder nach Jackson kommt, beginnt in ihr ein Prozess, den sie selbst und auch andere nicht aufhalten können. Der Auslöser dafür ist vielleicht, das Verschwinden ihres Kindermädchens, über das ihr niemand Auskunft geben will und das Skeeter schmerzlich vermisst.

Als dann ihre beste Freundin und Vorsitzende des Frauenvereins in Jackso eine Initiative für externe Toiletten für schwarze Angestellte ins Leben ruft, beginnt Skeeter mit der Suche nach Dienstmächen. Dienstmädchen die ihr helfen sollen ein Buch zu schreiben das zeigen soll wie es ist, das Leben als Dienstmädchen, alles über eine Familie zu wissen und trotzdem mehr als abgelehnt zu werden. Anfänglich arbeitet nur Aibileen mit, und auch das nur, nach langem Zögern, doch die Bewegung der 60er Jahre ist nicht aufzuhalten. So kommen nach und nach Geschichten zusammen die berühren und wütend machen und zeigen, dass lange nicht alle so sind wie Hilly.

Dieses Buch ist wirklich eines derjenigen die mich nachhaltig beeindruckt haben und an das ich in den Tagen nachdem ich zuende gelesen hatte noch viel dachte. Kathryn Stocketts Herzblut liegt in diesem Buch, das auch autobiographische Züge hat. Ab der ersten Seite wird den Lesern so viel Gefühl gegeben, dass es einfach nicht anders geht, man muss dieses Wagnis mit diesen Frauen durchstehen. Auch wenn um sie herum viele Ungerechtigkeiten und Grausamkeiten passieren, will man doch die Hoffnung nicht aufgeben. Wer dieses Buch nicht wie ich, in spätestens zwei Tagen ausgelesen hat, muss wirklich unheimlich beschäftigt sein, denn anders geht es eigentlich nicht!

ISBN 978-3442752409, btb Verlag, Aus dem Amerikanischen von Cornelia Holfelder-von-der-Tann, € 21,99