Schon mal Schwein gehabt in Paris? Nein? Dann auf ins „The Pigs“!

pigsWie ich feststellte, fällt es mir sehr viel leichter in Cafés an meinem Blog und anderen Dingen zu arbeiten, als zuhause. Vielleicht kennt ihr das ja, sobald es ans Arbeiten oder Lernen gehen soll, kommen einem Küche und Bad unglaublich dreckig vor, man muss umgehend putzen und anschließend am besten noch die Wäsche machen, bevor man überhaupt an Anderes denken kann. Und kaum hat man alles erledigt, ist es dummerweise auch schon zu spät für alles andere. Kurz um, (oder BREF wie die Franzosen sagen) mir fällt es leichter in Cafés zu schreiben, da der Dreck um mich herum nicht meiner ist. Weiterlesen

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Wussten Sie schon…?

N° 3 Carambar ist…eine französische Kindheitserinnerung

Wer hier in Frankreich einmal in einer Bäckerei war, müsste sie eigentlich kennen. Diese bunten Kaubonbons, die sehr an langezogene Maomams erinnern. Natürlich waren sie auch mir bekannt, aber probiert habe ich sie lange nicht. Als ich letztes Jahr zu Weihnachten nach Deutschland fuhr, brachte ich meinem Cousin ganz spontan eine große Tüte mit, in allen Farben und Geschmacksrichtungen. Da war es natürlich klar, die muss auch ich einmal probieren Und ich muss sagen, mein Cousin und ich waren begeistert. Deshalb nun eine kleine Hommage an diese Nationalsüßigkeit, die mir, so weit ich weiß, noch in keinem anderen Land begegnet ist.

Angefangen hat Carambar eigentlich als Unfall. In einer Fabrik, in der eigentlich Blockkaramell hergestellt wurde, fabrizierte eine falsch eingestellte Maschine, anstelle von kleinen Blöckchen, feine Kaustangen.carrambar

Diese Form fand die Direktion sehr viel praktischer und ansprechender als die bisherigen Blöckchen und so war der Carambar (Caram= Caramel und Bar=Stange) geboren. Das war 1954, damals gab es für die Kinder (und alle naschfreudigen Erwachsenen) nur Caramelgeschmack, doch der anhaltende Erfolg ließ den Carambar nach und nach in vielen verschiedenen Geschmäckern erscheinen.

Heute findet man ihn, wie gesagt, in allen Bäckereien und er ist, neben dem klassichen „pain a chocolat“ ein beliebter Kauf nach der Schule. Das liegt vermutlich auch an den, auf der Innenseite der Verpackung, versteckten Witze und Rätsel, für die man das ganze Jahr über Vorschläge an Carambar senden kann. Welches Kind würde sich nicht freuen, seinen eigenen Witz in einem Carambarpapier zu entdecken?

Leider habe ich keine Belege darüber, dass tatsächlich schon einmal jemand seinen eingeschickten Witz in einem Carambar entdeckt hat. Sicher ist aber, dass jedes Kind und auch jeder heute Erwachsene, sich daran erinnern kann nach der Schule Carambar gekauft, genascht und anschließend über die blödesten Witze gelacht zu haben. Das ist doch Mal eine schöne Kollektiverinnerung, oder?